Techniken / methods

Die folgenden Punkte sind aus unserer Seite http://www.sy-akka.de/wordpress/Wissenswertes übernommen

 

BROTBACKEN

Brotbacken ist natürlich abhängig von der Verfügbarkeit von vernünftigen Mehlen, und das kann in den Tropen schon mal schwierig werden, oder auch nur in Ländern, in denen man gern „Luffen“ isst…

Weißmehl ist natürlich selten oder nie ein Problem, und so sehr es einen auch schrecken mag, dass bei den amerikanischen Importmehlen immer „irgendwas“ beigesetzt scheint, meist Ascorbinsäure, so sehr bewähren sie diese Mehle dann, wenn es um Haltbarkeit geht. Am besten halten sich von den Brotgrundstoffen allerdings Körner, und so bin ich auf steter Suche nac h Weizen- und Roggen-körnern. Und natürlich nach Roggenmehl. Roggenmehle haben wir bisher gefunden in Brasilien, Trinidad und auf Grenada – brasilianisches ist leicht geräuchert, schmeckt aber nicht schlecht, die anderen sind US-Importmehle, die trotz ihrer Eigenschaft als Vollkornmehl eine erstaunlich lange Haltbarkeit aufwiesen. Backen wir mit Körnern, wird das Mehl bzw. der Schrot mit einer Handmühle gemahlen, während der Hefe-Vorteig geht, für den wir Trockenhefe benutzen. Ab den Kanaren gab es dafür vakuumisierte 250 g-Päckchen zu erwerben, die sich dann in ein Lock&lock-Behältnis geleert über Monate treibfähig hält (hier mal verlinkt, weil das aus meiner Sicht die einzige Dose ist, die verdient mit „perfectly airtight“ beworben zu werden. Da ist bei uns alles drin, Essen, Nähutensilien Schäkel, Elektronik).

Und Brot wird alle 4-5 Tage gebacken – meist zwei Laibe aus ungefähr 1,5 kg Mehl/Schrot. Triebmittel ist Hefe plus Trockensauer – die Aufzucht und Versorgung eigenen Sauers ist mir bei den wechselnden Kühlbedingungen einfach zu anstrengend, und der Trockensauer funktioniert hervorragend und ist sehr schmackhaft. Beziehen kann man den beim segelnden Windmüller und Bäcker Helmut , und der stellt auf seiner Seite auch gleich ein gut funktionierendes Grundrezept vor.
Ansonsten: „bread happens“; es ist niemals wirklich gleich.

——————————————————————————————–

Joghurt

Eine kleine Photoserie aus dem Blog, denn Joghurt-Produktion ist wirklich einfach!

Für einen dicken Joghurt 1 Teil Milchpulver, 2 Teile zimmerwarmes Wasser (ohne Chlor, ohne Silberionen).
Für einen dicken Joghurt 1 Teil Milchpulver, 2 Teile zimmerwarmes Wasser (ohne Chlor, ohne Silberionen).
Die Becher auf 2/3 auffüllen. Links steht schon die "alte" Kultur
Die Becher auf 2/3 auffüllen. Links steht schon die “alte” Kultur
auf 850 ml Flüssigkeit ungefähr 2 EL von der alten Kultur, vorsichtig umrühren (nicht schütteln, Joghurt mag keine Luft!)
auf 850 ml Flüssigkeit ungefähr 2 EL von der alten Kultur, vorsichtig umrühren (nicht schütteln, Joghurt mag keine Luft!)
Wenn die Joghurtkultur gut verteilt ist, die Becher ganz füllen und schließen
Wenn die Joghurtkultur gut verteilt ist, die Becher ganz füllen und schließen
Das Warmwasserbad mit 50 Grad heißem Wasser füllen
Das Warmwasserbad mit 50 Grad heißem Wasser füllen
Behälter schließen
Behälter schließen
Die Kiste verschwindet in eine TK-Isoliertüte ...
Die Kiste verschwindet in eine TK-Isoliertüte …
... und reift der Joghurt 8 Stunden in einer Isoliertasche (danke Schwester, sie lebt immer noch!)
… und reift der Joghurt 8 Stunden in einer Isoliertasche.
Auch 24 Stunden im Wasserbad vergessener Joghurt überlebt die Prozedur…
Der ist dann richtig sauer und…  hält sich extrem lang!

———————————————————————————————

Quark

Man benötigt:
Milch
etwas Joghurt/Buttermilch
Lab
Mulltuch und entsprechende Gefäße

2 l Milch werden in ein sauberes, heiß ausgespültes Gefäß gegeben. Zum Ansäuern ungefähr 2 EL Joghurt flüssig rühren und mit der Milch vermischen; ersatzweise kann man auch 1 TL Zitronensaft ansäuern. Gefäß schließen und 2-3 Stunden bei Raumtemperatur stehen lassen, .
Inzwischen eine Labverdünnung ansetzen: 1,5 ml flüssiges Lab mit 20 ml sauberem Wasser mischen.
Nach Ablauf der Ansäuerungszeit – die Milch schmeckt zwar leicht säuerlich, ist aber noch nicht gestockt – 2 ml von der Labverdünnung zugeben, das entspricht 1 ml Verdünnung pro Liter Milch. Für diese kleinen Mengen habe ich Spritzen benutzt. Eine Zugabe von zuviel Lab macht den Quark bitter, die maximale Dosis soll bei  2 ml/l Milch liegen.

Das Gefäß schließen und 15 bis 20 Stunden zur Seite stellen – ich habe es unter die Wasserlinie gestellt, um die tropischen Raumtemperaturen etwas auszuschließen.
Danach ist die Milch gallertig dick. Mit einem Messer mehrfach einschneiden, damit sich Molke absetzen kann.

Ein Sieb mit einem Mulltuch auslegen, die geschnittene „Dickete“ hineinschöpfen, abdecken und kühl stellen – bei uns in der Kühlbox.

Nach einiger Nervosität („… das wird nie was!“) hatte sich nach weiteren 15 Stunden ein frisch-säuerlich schmeckender Quark von cremiger Konsistenz gebildet.

Lecker und fast noch unkomplizierter als das Joghurtmachen, weil das Halten einer bestimmten Temperatur entfällt.

———————

Rückfragen bei anderen Käsemacherinnen ergaben, dass man während des Abtropfens  die Frischkäsemasse auch auflockern kann, so dass noch mehr Molke abläuft; das empfiehlt sich dann, wenn man einen Frischkäselaib pressen möchte. Dazu würzt man die Masse mit Salz und Kräutern/Knoblauch etc und beschwert den kleinen Käse in einer durchlöcherten Form

Ich habe H-Milch verwendet, aus Milchpulver rekonsitutierte Milch funktioniert ebenso gut – man muss lediglich darauf achten, dass sie mit sauberem Wasser angesetzt ist.
H-Milch in manchen asiatischen Ländern funktioniert, wie man in einschlägigen Foren lesen kann, nicht immer, besonders die chinesische Milch ist nicht geeignet – die neuseeländische dagegen hervorragend.
Zum Lab:  es gibt tierisches (Ziege und Kalb) oder „vegetarisches“ aus mikrobieller Herstellung. Der Vorteil von Lab liegt in den Tropen sicher darin, dass der Eindickungsprozess mit Lab kürzer ist als der natürliche, bei dem ich zumindest in warmem Klima Angst hätte, dass die die Milch vergammelt statt ordnungsgemäß sauer zu werden.
Flüssiglab muss gekühlt aufbewahrt werden, was nachteilig sein kann – ich habe das Flüssiglab von MadMillie in Neuseeland benutzt, das in den Bin Inns erhältlich ist, habe aber auch bei New World und bei Coles in Australien Labtabletten gesehen. Ansonsten: Internet!
Labtabletten, ebenfalls von MadMillie sind besser zu lagern, beschränken einen aber in der Dosierung: 1 Tablette für 10 l Milch, und die Tabletten lassen sich höchstens vierteln, also ist die Mindestansatzmenge 2,5 l.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s