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Ingwer-Shortbread AKKA

250 g Butter, Zimmertemperatur (haha in den Tropen 😉 )
120 g Zucker
Vanille
350 g Mehl
Ingwer, nicht zu knapp
falls verfügbar etwas kandierter Ingwer
Wenn die Butter ungesalzen ist, eine gute Prise Salz zufügen.

Den Ingwer reiben, falls vorhanden, den kandierten Ingwer ganz fein hacken, vielleicht 2 EL voll. Einen Mürbeteig aus allen Zutaten kneten, eine Rolle formen und für 30 Minuten in die Kühlbox.legen.
Danach die Rolle in schlichte Scheiben schneiden, die Scheiben auf’s Blech legen und ca. 20 Minuten backen. Aufpassen dass nichts verbrennt – die Kekse sollen golden sein, vielleicht am Rand ein bisschen braun.

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Weihnachtliche Plätzchen, noch mehr Varianten…

„mal schnell“ Kekse

Die „malschnell-Kekse“ lassen sich sehr schön weihnachtlich variieren.

Einen Mürbeteig herstellen (Grundregel: 1 Teil Mehl + ½ Teil Fett + ¼ Teil
Zucker, alles rasch, aber gut und gleichmäßig verkneten) und 20 Minuten in
der Kühlbox ruhen lassen.
Oder man nimmt, wenn man in Neuseeland ist, den gekauften von Edwards aus der Kühltruhe 😉
Den Teig zwischen zwei Plastikfolien (Tüte, Clingfolie…) dünn ausrollen, am
besten zu einem Rechteck.
Teig mit dem „Geschmack“* bestreichen und von der Längsseite aufrollen.
Will man exakt runde Kekse, muss die Rolle nochmals in die Kühlung,
ansonsten entstehen beim Schneiden Ovale; wenn man es eilig hat, muss
man/frau mit Ovalen leben.
Backofen oder Backtopf vorheizen.
Die Rolle in ½ cm dicke Scheiben schneiden, die Plätzchen auf Butterbrotpapier
packen und im Ofen oder Topf abbacken, ungefähr 15 Minuten.
* Als „Geschmack“ habe ich ausprobiert:
– Zucker-Zimt-Mischung, einfach aufstreuen
– Vanillezucker mit frisch geriebenem Ingwer gemischt (mein Favorit)
– Macadamiabutter mit Zimt
– Erdnussbutter
Sehr lecker war auch eine Variante, die ich mit Lemon Curd bestrichen habe .
Den Teig habe ich nicht gerollt, sondern einmal geklappt und dann in
Rechtecke geschnitten…
Denkbar sind auch Kakao im Teig, Schokoladefüllungen (z.B. Schokobits) etc.
Die Kekse halten sich, sofern sie nicht gegessen werden, recht gut in einer
luftdicht abschließenden Box.

Weihnachtsplätzchen?!

4.12.2014

Manche Sachen gehen in äquatorialer Hitze überhaupt nicht. Zum Beispiel Backen. Aber was wäre Weihnachten ohne doch das eine oder andere Plätzchen?!
Und weil „der Eigner“ übermorgen Geburtstag hat, wird morgen eben doch mal kurz gebacken…  Für alle Tropenanrainer:

Zimt-Cashew-Mandelhalbmonde
(eigentlich: Zimtsterne, aber dazu braucht man Haselnuss und Förmchen!)

3 Eiweiss
250 g Puderzucker oder zumindest sehr feiner Zucker (Caster,,,)
ca. 300 g gemahlene Nüsse – ich nehme Cashew und Mandel halb und halb, Haselnuss is‘ nich‘ in den Tropen
Zimt

1 weiteres Eiweiß und 50 g Puderzucker für den Guss

Die 3 Eíweiss sehr steif schlagen

Puderzucker und 2-3 TL Zimtpulver unterrühren.
ca. 300 Gramm Nussmehl unterrühren. Die Konsistenz sollte nicht allzu klebrig sein, das verhindert man, indem man schubweise weiteres (Mandel)mehl unterrührt..

Eine glatte Fläche dick mit feinem Zucker bestreuen, den Teig darauf ausrollen, so gut es geht und mit einem Glas Halbmonde ausstechen – ich mache Halbmonde und es verbleibt ein linsenförmiger Rest, der genauso abgebacken wird. Das Glas befeuchte ich vor dem Ausstechen jeweils mit etwas Wasser.

Die rohen Plätzchen auf ein Backblech verfrachten. Teigreste neu verkneten, ausrollen und ausstechen.
Das verbliebene 1 Eiweiss sehr steif schlagen und ca. 50 g Puderzucker unterschlagen; der Guss darf nicht zu flüssig sein, also höchstens sehr vorsichtig tropfenweise mit Wasser auf Konsisenz bringen. Mit einem feinen Pinsel auf die Plätzchen tupfen.
Bei max. 140 °C ca. 30 Minuten „backen“, oder auch länger – eigentlich ist es ein Trockenvorgang. Der Baiserguss sollte aber hell bleiben!.

Für Faule: No-knead-Bread „Blauwasser“

Keine Knete! No Knead Bread aus dem Wok

Keine Knete!
No Knead Bread aus dem Wok

Kupang/Timor, 10.8.2014

Hatten wir das schon, das „no-knead-bread“? Ich habe die Rezeptidee von Anita beim „Ollen Himmelsglitzerdings„, habe aber die Mehlzusammenstellung geändert, schlicht, weil es hier an Bord (und in Indonesien sowieso) keinen Dinkel gibt („spelt“ auf Englisch).

Ich habe das heute erstmalig probiert und bin, nun ja, mittelerfreut…  Nachtrag 22. August: Mittlerweile habe ich das dritte Brot gebacken, mit kleinen Suaerteiganteilen, und ich frage mich, wann und wie ich zum normalen Brot zurückkehren muss/soll/werde…. Prima, prima!
Die Krume ist grob und feucht-saftig, die Kruste ist hervorragend.  Für den ersten Versuch nicht schlecht.  Man kann es sicher noch ein bisschen aufpeppen…

Zutaten:

200 g Weißmehl

600 g Vollkorn-Weizenmehl

1 knapper EL Salz

1 1/2 TL Trockenhefe

600-700 ml zimmerwarmes Wasser (in den Tropen kein Problem 😉 , aber bitte ohne Silberionen oder andere Desinfektionsmaßnahmen, das mag die Hefe nicht! )

Man nimmt eine große (!) Schüssel, füllt die Trockenzutaten hinein und mischt sie sehr gut durch.
Danach rührt man das Wasser unter – nur so lange rühren, bis man den Eindruck hat, dass keine trockenen Stellen mehr vorhanden sind. Falls es zu zäh wird – merkt man rasch! – etwas mehr Wasser zugeben.

Den Teigansatz mit etwas Mehl abstreuen, die Schüssel abdecken und über Nacht bei Zimmertemperatur stehen lassen – 10-12 Stunden.  Am Morgen hatte sich die Schüssel mit einem schaumigen Teig gefüllt, glücklicherweise nur bis zwei Fingerbreit unter der Kante.
Zur Orientierung; Die Rührschüssel fasst 4 l.

Ofen anheizen (auf maximale Hitze – ich war aber ungeduldig und habe das Brot schon vorher reingeschoben, Gasverbrauch ist Gasverbrauch…), inzwischen eine schwere Backform gut mehlen.
Einen „Bräter“ gibt es bei uns nicht, also habe ich meinen Wok gemehlt und die Teigmasse hineinrutschen lassen. Etwas Mehl drüber streuen, mit einem Deckel abdecken und ab in den Ofen.

Backzeit:
25 Minuten volle Hitze (>250 °), dann herunterregeln (ergibt bei mir ca. 200 °C), nochmals 25 Minuten backen.
Danach den Deckel abnehmen und nochmals 20 Minuten weiterbacken. Ich habe zum Schluss, wie immer, das Brot aus der Form genommen und kopfüber nochmals 10 Minuten nachgebacken.

Anmerkung: durch die Wokform wird das Brot vergleichsweise flach, aber ich denke, es sollte in nicht zu engen Formen gebacken werden – man könnte versuchen, den Teig auf zwei normale Kastenform zu verteilen. Das Stichwort „Bräter“ ist aber nicht unwesentlich, denn Brattöpfe oder Woks sind schwer und speichern mehr Hitze – das ist für die Kruste bestimmt nicht schlecht.

Ein bisschen früh angeschnitten... Aber die Kruste ist wirklich gut!

Ein bisschen früh angeschnitten… Aber die Kruste ist wirklich gut!

Fazit:  Für ein Frühstücksbrot wirklich nicht schlecht, weil man sich die Kneterei und das Gehenlassen spart, und frühmorgens ist es hier noch einigermaßen kühl; frau muss nur früh aufstehen, um den Ofen anzuschmeißen. DIe Form kann man schon am Abend fertig machen (würde ich speziell nicht machen, weil der Wok sonst rostet). Normalerweise bin ich mit dem Backen den halben Nachmittag beschäftigt – nicht durchgehend, aber mit den Geh- und Backzeiten doch weitgehend gebunden.
Ganz praktisch.  Ich werde mal mit leichten Sauerteigzugaben experimentieren für mehr „Geschmack“, aber ich kann mir auch einen kleinen Anteil an Saaten o.ä. vorstellen.

Käsestangen

Käsestangen

Zutaten:

150g Butter/Margarine (gern auch gesalzen)
250 g Mehl
ca. 150g Käse (fein gerieben), die Sorte ist abhängig von dem was zu bekommen ist … bei uns war es Cheddar … aber Parmesan oder ähnliches geht auch)
1 Prise Cayennepfeffer
1 Tl Salz (gehäuft)
2 Eßl kaltes Wasser
etwas Milch

Butter und Mehl zu einer krümeligen Masse verarbeiten, dann den Käse und die Gewürze dazu geben und alles gut zu einem glatten Teig verarbeiten.
Den dann, in Frischhaltefolie, in den Kühlschrank … für ca. 30 Minuten.
Danach ausrollen, nicht zu dünn. Am Besten zwischen zwei Folien.
Streifen von 10 cm Länge und 1 cm Breite ausschneiden, auf Backpapier legen und mit etwas Milch einpinseln.
Nach 10 Minuten Backzeit evtl die Stangen umdrehen und nochmals 5 Minuten backen.

Mal etwas anderes zum Knabberrn, als die geschmacklosen Chips oder roten Käseflips 😉

CALLALOU

Eine unserer Lieblingssuppen, und außerdem Karibik pur…
Man benötigt (für 4):

ca. 600 g Blattgemüse – Spinat, Mangold, Taro oder Dasheen; Bok Choy geht aber auch…
3/4 l Hühnerbrühe, gern selbst gemachte, aber die aus dem Konzentrat ist auch i.O.

Zwiebel und Knoblauch

etwas Chilischote

etwas Ingwer

Limetten- oder Zitronensaft

Zum Auffüllen kann man Zucchini nehmen, das Originalrezept geht mit Okra, aber die ist mir zu schlabberig-klebrig

Kokosmilch (Menge nach Belieben, wir nehmen viel!)

Fischfleischwürfelchen oder Krabbenfleisch also „Leftovers“

Man lässt frisches Gemüse im heißen Topf zusammenfallen, fügt die gewürfelten Zwiebeln und die Chilischote hinzu und gießt, damit nichts anbrennt,  mit der Hühnerbrühe auf. Wenn ich eine Spinatkonserve nehme, gibt es etwas weniger Hühnerbrühe, je nach Konsistenz.
Das Ganze vielleicht 15 Minuten köcheln lassen (bei der Konserve geht es natürlich schneller!), zum Schluss den Knoblauch und Ingwer zufügen und dann pürieren.
Kokosmilch hinzufügen, das Fisch- oder Krebsfleisch hinzufügen und aufwallen lassen, mit Zitrone, Pfeffer, Salz, Piment abschmecken.

„Eintopfiger“ wird es, wenn man beim Kochvorgang anderes Gemüse zufügt, in meinem Fall Zucchini-Stücke. Die sollten aber so groß sein, dass sie nicht völlig zerfallen.

Sehr beliebt bei AKKAnauten!

Küchengeräte

Beim Verfassen eines Rezeptes fiel mir auf, dass ich gern wissen würde, was Ihr an Küchengeräten für empfehlenswert haltet, wovon Ihr träumt und was verzichtbar ist.

Bei uns ist das so:

Täglich im Gebrauch
– der GSD Gemüsehobel mit verschiedenen Scheiben- und Raspeldicken
Der erste Versuch mit einem schicken WMF-Küchenhobel ging wegen absoluter Unschärfe völlig daneben. Seit 2004 an Bord und unv erzichtbar (andere Fabrikate sind sicher genau so gut)

gute Messer, die regelmäßig geschliffen werden
Meinen Wetzstahl habe ich auf der Insel Rabi gelassen, die konnten ihn auch gut gebrauchen und ich hatte zwischenzeitlich einen kleinen Diamant-Messerwetzbock gekauft. Bislang gut

– der ESGE Zauberstab – vor allem zum Pürieren und für das Nachmittagsritual: Aufschäumen der Milch für den Milchkaffee
Sahne oder Eischnee wird damit selten geschlagen (mit der Hand ergibt sich eine bessere Konsistenz), Teig nie gerührt.  Trotzdem: unverzichtbar, es gibt auch eine kleine Elektromühle für Nüsse etc dazu. Läuft mit einem kleinen „quasi“-Sinusinverter, an dem wir auch unsere anderen Ladegräte anhängen. Praktisch.

– die Hand-Kornmühle. Bisschen mühsam, aber für die Vorratshaltung praktisch, denn Körner halten sich besser als Vollkornmehle oder Schrot.

Dampfdrucktopf, vor allem zum Einkochen, aber auch um Garzeiten zu kürzen.
Ich hatte den alten mitgebrachten WMF-Topf, der leider nur 3 Einmachgläser aufnehmen konnte,  auf den Kanaren gegen einen größeren FAGOR-Topf getauscht, der sich gut bewährt hat; aber ich hätte damals einen zweiten, kleineren gleichen Durchmessers kaufen sollen, der dann unseren „Nudeltopf“ (3-4 l?!) ersetzt hätte. Vorteil wäre gewesen, zwei Töpfe mit einem Deckel bedienen zu können und damit zwei Dampftöpfe zu haben.

– der Camp-A-Toaster.  Der einzige, der nach unserem Geschmack einigermaßen energiegünstig und zuverlässig Brot röstet. Mittlerweile ist der zweite in Gebrauch, der erste hatte sich nach 7 Jahren in Rostkrümel aufgelöst.

– der Kartoffelstampfer ist sicher kein Muss, aber angenehm um allerlei Gemüse zu stampfen; Pastinaken sind hier gerade sehr beliebt, Kürbis mag den Stampfer auch. Manchmal hätte ich lieber eine Kartoffelpresse.

– sehr praktisch : mein Weihnachtsgschenk 2012… ein Silikonkochlöffel mit einer gerade Kante, so dass er auch als Schaber fungiert.  Ein erster Silikonschaber ist nach ebenfalls 7  Jahren den Gang alles Irdischen gegangen.

– fast täglich im Gebrauch: der flache Edelstahl-Spritzschutzdeckel (von einem berühmten Kaffeelieferanten). Passt auf alle Pötte und Pfannen, das Sieb wird mit einem Teller (oder einem Topf /Tellern zum Warmhalten/Anwärmen) wahlweise ganz geschlossen.

– Luxus, aber ganz praktisch: eine flache, quadratische „Crepe“-Pfanne, auf der auch trocken Rotis aufgebacken werden können.

– ich träume von einer größeren Fettpfanne für den Backofen, mein kleines Teilchen (vom schwedischen Küchenausrüster mit „I“) nimmt knapp 12 Hühnerkeulen auf, das ist mir zu wenig, und das Backblech ist zu flach für Flüssigeres oder Bratensäfte

Seltener im Einsatz ist der gusseiserne Wok; eine hochrandige Gemüsepfanne, keramikbeschichtet, tut ähnliche und sehr gute Dienste – nur zum richtig heißen Rührbraten wird der Wok aus dem Schapp gehievt. Und wenn wir mal Fondue bereiten wollen.

Als verzichtbar erwies sich eine gusseiserne Grillpfanne; kurzgebratenes Fleisch kommt in eine normale Pfanne.
Als ebenfalls verzichtbar hat sich das spezielle Backpapier erwiesen: ich komme mit „Butterbrotpapier“ in der Keksproduktion genau so klar.