Archiv für den Tag August 6, 2013

Ota Ika

Dieses Gericht ist sehr polynesisch und ich wundere mich, dass ich es noch nicht eingestellt habe…

Es hat im Pazifik viele Namen: Ota Ika ist tonganisch und heißt roher Fisch.  In Samoa kommt es als „Oka“ daher, die Franzosen sagen „Salade Tahitienne“ oder auch einfach roher Fisch=poisson cru.

Sehr einfach, sehr lecker, sehr schnell!

Man braucht

sehr frischen Fisch (Tuna, Dorade=MahiMahi, whatever), Menge nach Belieben

reichlich Zitronensaft bzw. Limettensaft *

Zwiebel, Knoblauch, ggf.  Ingwer, bei uns gern irgendein rotes Gemüse, also Tomatenfleisch eine Karotte oder rote Paprika

Kokosmilch

Man schneidet den Fisch in kleine Würfel – in vielen Ländern „mundgerecht“, bei uns eher dünne Scheibchen! – und breitet den Fisch flach in einer Schüssel aus.

So viel Zitronensaft auspressen, dass der Fisch von allen Seiten benetzt bzw. knapp bedeckt ist. Abdecken und für 40-60 Minuten in die Kühlbox bzw. an die Seite stellen.  Der Zitrussaft „gart“ jetzt den Fisch (wie bei der Ceviche).  Tuna hat den Vorteil, dass man wegen des rötlichen Fleisches den Garvorgang besonders gut sieht.

Inzwischen das Gemüse fein würfeln, die Karotte und den Ingwer reibe ich fein.

Den Fisch sobald er ausreichend weiß angelaufen (=Garprozess=Gerinnen der Proteine) ist, abgießen und die Flüssigkeit auffangen.
Das Gemüse untermischen und dann mit reichlich Kokosmilch auffüllen – die Konsistenz darf ruhig  etwas „suppig“ sein. Mit Pfeffer und Salz abschmecken. Braucht der Salat etwas mehr „zing“ , gebe ich etwas von der abgegossenen Marinade zu.

Zum Reinlegen!

* Zitronen/Limetten sucht man übrigens so aus, dass die mit der glattesten Schale die saftigsten sind!  Gilt auch für Pampelmusen, nicht aber für Mandarinen…

CALLALOU

Eine unserer Lieblingssuppen, und außerdem Karibik pur…
Man benötigt (für 4):

ca. 600 g Blattgemüse – Spinat, Mangold, Taro oder Dasheen; Bok Choy geht aber auch…
3/4 l Hühnerbrühe, gern selbst gemachte, aber die aus dem Konzentrat ist auch i.O.

Zwiebel und Knoblauch

etwas Chilischote

etwas Ingwer

Limetten- oder Zitronensaft

Zum Auffüllen kann man Zucchini nehmen, das Originalrezept geht mit Okra, aber die ist mir zu schlabberig-klebrig

Kokosmilch (Menge nach Belieben, wir nehmen viel!)

Fischfleischwürfelchen oder Krabbenfleisch also „Leftovers“

Man lässt frisches Gemüse im heißen Topf zusammenfallen, fügt die gewürfelten Zwiebeln und die Chilischote hinzu und gießt, damit nichts anbrennt,  mit der Hühnerbrühe auf. Wenn ich eine Spinatkonserve nehme, gibt es etwas weniger Hühnerbrühe, je nach Konsistenz.
Das Ganze vielleicht 15 Minuten köcheln lassen (bei der Konserve geht es natürlich schneller!), zum Schluss den Knoblauch und Ingwer zufügen und dann pürieren.
Kokosmilch hinzufügen, das Fisch- oder Krebsfleisch hinzufügen und aufwallen lassen, mit Zitrone, Pfeffer, Salz, Piment abschmecken.

„Eintopfiger“ wird es, wenn man beim Kochvorgang anderes Gemüse zufügt, in meinem Fall Zucchini-Stücke. Die sollten aber so groß sein, dass sie nicht völlig zerfallen.

Sehr beliebt bei AKKAnauten!

GRATINIERTE CHRISTOFINE

Hi

Ein eher „schwieriges“, aber dennoch häufiges Gemüse in den Tropen sind die Christofinen oder Chayoten. Schwierig nicht, weil sie schwierig zuzubereiten wären, sondern weil sie eher geschmacksarm sind.

Ein schönes Rezept ist dieses hier:

Chayoten (Bild aus WIkipedia, Rechte frei)

Chayoten (Bild aus WIkipedia, Rechte frei)

GRATINIERTE CHAYOTEN/CHRISTOFINEN

Man benötigt Christofinen (1/2 als Gemüsebeilage, 1 ganze für eine volle Mahlzeit pro Person – oder mehr 😉 )
Reichlich Zwiebel, etwas Knoblauch
etwas Reibkäse (gut ist natürlich Parmesan o.ä., aber ein gealterter Cheddar macht sich ebenso gut)

Man kocht die Christofinen im Ganzen für ungefähr eine halbe Stunde in leicht gesalzenem Wasser, lässt sie kurz abkühlen, halbiert sie und schabt das Fruchtfleisch aus – allerdings so, dass ein Rand stehen bleibt, denn die hohle Frucht wird wieder gefüllt.

Inzwischen die Zwiebel und den Knoblauch sehr fein würfeln und in etwas Öl anschwitzen.  Das Christofinefleisch untermischen und den Käse untermischen und abschmecken. Muskat und Piment machen sich gut!
Die Füllung in die Frucht-Schale geben und nochmals 15 Minuten im heißen Ofen backen. Ich habe sie auch schon in den heißen Wok gesetzt, dann wird die Füllung zwar nicht braun, aber ist dennoch gut essbar.